Montag, 21. Mai 2012
Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.

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Unser Familienkreis PDF Drucken E-Mail

Noch ein paar Leute mehr und der hintere Raum im CVJM-Haus platzt aus allen Nähten. Mit über 30 Teilnehmern ist unser Familienkreis der stärkste Kreis in unserem CVJM. Und stark ist er im wahrsten Sinne des Wortes, nicht nur, was die Teilnehmerzahl angeht: stark im Miteinander, stark im Glauben, stark im Beten, stark im Geben. Das macht diesen Kreis aus. Und damit ist er eine wesentliche und tragende Säule unseres Vereins. Wer sich in unserem CVJM nicht so gut auskennt, denkt bei „Familienkreis“ eher an jüngere Familien. Hier sind es aber unsere Ältesten. Sie haben vor langer Zeit – und zwar in den siebziger Jahren – als junge Familien angefangen und sind über die Jahre hinweg miteinander älter geworden. So ist es deshalb kein Wunder, dass neue Mitglieder sich im selben Lebensabschnitt befinden wie die langjährigen Teilnehmer.

Zur Entstehung und Geschichte des Familienkreises schreibt Marta Offermann: „In der CVJM-Chronik, die der langjährige frühere CVJM- Vorsitzende Werner Krefting erstellte, wird schon Mitte der 30er Jahre der Familienkreis erwähnt. Da heißt es: Die Arbeit im Familienkreis und Freundeskreis wird weiter ausgebaut. Veranstaltungen finden regelmäßig statt. So hält Pfarrer Johannes Fach uns einen Vortrag: „Nationalkirche – und was dann?“. Damals ein sehr umstrittenes Thema. Zu der Zeit traf sich der Kreis in größeren Abständen. Nach dem Krieg ging es in gleicher Weise weiter. 1973 wurde der damalige Jungmännerkreis – die Hauptabteilung – aufgelöst und mit dem Familienkreis zusammengelegt. Von nun an traf man sich 14-tägig zu Bibelarbeiten, Vorträgen und Gemeinsamkeiten. Unser damaliger CVJM-Sekretär Friedel Maikranz leitete den Kreis. Ab 1977 übernahm unser CVJM-Sekretär Jochen Vogels diese Aufgabe. Ab 1984 ging die Leitungsaufgabe an die ehrenamtlichen Mitarbeiter über. Das waren Max Henners und ich, Marta Offermann. Bis heute haben wir den Namen „CVJM-Familienkreis“ beibehalten.“

Heute trifft sich der Kreis einmal im Monat, um miteinander über biblische Themen nachzudenken und wie der Glaube in der aktuellen Lebensphase erlebt und gelebt werden kann. Dafür werden gerne Referenten aus dem CVJM, der Gemeinde und von außerhalb eingeladen. Natürlich kommt das gemütliche Beisammensein auch nicht zu kurz. Für die jungen Menschen im CVJM ist immer ein offenes Ohr vorhanden. Marta sagt: „Der Mittelpunkt ist Jesus Christus. Seine Erlösung für uns Menschen und seine Auferstehung – das ist das Zentralthema unseres Glaubens und somit auch in unserem Kreis. Wir möchten Gottes Reich bauen, den Glauben stärken und Gemeinschaft miteinander pflegen. Des Weiteren ist uns das Gebet für die ganze CVJM-Arbeit ein Anliegen. Das Gebet ist uns sehr wichtig!“

Im letzten Jahr hat Max Henners seine Leitungsfunktion an Irmtraud Dingerdissen abgegeben. Wir haben sie im Sommer letzten Jahres im BIG MAK für diese Aufgabe gesegnet. In einem Brief schreibt sie: „Seit ich denken kann, gibt es im CVJM einen Familienkreis. Beeindruckend waren immer die besonderen Abende, zu denen ich und mein Bruder mitdurften. Unvergessen sind für mich eine alte Dame, die aus der China-Mission berichtete, oder der legendäre Fritz Pawelzik, Johannes Busch, Hans Porsch, Karl-Otto Horch, Siegfried Körschgen und viele mehr. Ich musste zwar für diese „Promis“ das Bett räumen und auf der Ritze zwischen meinen Eltern schlafen, wurde durch ihre G
egenwart aber reichlich entschädigt. (Anmerkung der Redaktion: Irmtraud Dingerdissen ist die Tochter des damaligen CVJM-Vorsitzenden Werner Krefting.) Zu meinen schönsten Erinnerungen zählen die Silvesterabende im CVJM-Heim, hauptsächlich gestaltet von Gerda und Max Henners mit dem allzeit bekannten Humor, Witz und der Fröhlichkeit. Nach Wettspielen, Quiz und einem reichhaltigen Buffet wurde es um 23.45 Uhr still. Eine Andacht wurde gehalten, und den Jahreswechsel beging man im Gebet. Während draußen die Böller knallten, dankte man für das vergangene und bat um Bewahrung und Segen für das neue Jahr. Das hat mich jedes Mal beeindruckt. Vielleicht wurde damals der Grundstein dafür gelegt, dass ich viele, viele Jahre später mein Leben in die Hände Gottes legte. Ich sehnte mich nach diesem Frieden, den ich von diesen CVJM-Veranstaltungen kannte!!! So begleitet mich der CVJM, insbesondere der Familienkreis, schon viele lange Jahre. Die Gemeinschaft mit anderen Christen sowie die großartigen Bibelarbeiten unserer Referenten erfüllen mich jedes Mal mit tiefer Freude. Was lag da näher, ja zu sagen, als Max Henners und Marta Offermann mich fragten, ob ich bereit sei, für Max in die Leitung des Kreises einzusteigen. So kam es, dass ich an und in diesem Kreis mitarbeiten darf. Es macht mich froh, dass ich durch diese Aufgabe meinen Glauben an Jesus Christus bezeugen darf – denn dass es in diesem Leben nichts Besseres gibt, als diesem HERRN zu gehören, davon bin ich felsenfest überzeugt.“

Der Familienkreis ist offen für alle. Jeder Besucher (ob jung oder alt) ist herzlich willkommen, auch um einfach mal so „reinzuschnuppern“ und ihn so mal kennen zu lernen. Mein Mann und ich haben dies selber erleben dürfen, als wir vor einigen Wochen gemeinsam einen Abend dort gestalten durften. Was mich besonders beeindruckt, ist die Warmherzigkeit, mit der jeder Teilnehmer persönlich begrüßt wird und die freundliche Anteilnahme, mit der jeder wahrgenommen wird. Ich wünsche dem Familienkreis und euch, liebe Marta und liebe Irmtraud, weiterhin ganz viel Freude an eurer Gemeinschaft und dass Gott euch mit all dem Guten beschenkt, was ihr für eure Aufgabe braucht. ER schenke euch seinen Segen!

Petra Kurpat

P.S. HIER gibt es weitere Infos zu Ort, Zeit und Themen des Familienkreises

 

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